Geschichte der KPD in Hameln

Band 1
Ausgabe 1
08.05.1945

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Geschichte der KPD in Hameln

Carl Hölscher
Otto TölleAlbert SohrKommunisten im Zuchthaus Hameln

Der RFB

Geschichte der DKP Gruppe Hameln

Aktuelles
Neue Hamelner Volksstimme

1. Die revolutionäre Arbeiterbewegung in Hameln

Die Tradition der Hamelner ArbeiterInnenbewegung läßt sich bis in der 40er Jahre des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen,

2. Die Gründung der KPD, die Novemberrevolution und der Beginn der Weimarer Republik

Am 08. November 1918 wurde in Hameln ein vorläufiges Komitee des Arbeiter- und Soldatenrates gebildet. Nach dem endgültigen Abgleiten der SPD in den Opportunismus spalteten sich die linken Kräfte von der SPD ab. Daraus gingen die USPD, die Spartacus-Gruppe und ab 01.01.1919 die KPD hervor.

 

3. Illegaler Kampf der KPD gegen Faschismus und Krieg

Bereits in der Weimarer Republik war die Schutzorganisation der KPD, der Rote Frontkämpferbund (RFB), verboten worden. Dennoch erzielte die Hamelner KPD bei den Reichstagswahlen am 06.11.1932 mit 9,1% der Stimmen das beste in der Hamelner Geschichte. In ganz Deutschland hatte die KPD 16,9 % der Stimmen erhalten. Eines aber wurde am 06.11.1932 deutlich: SPD und KPD hatten zusammen weit mehr Stimmen als die NSDAP. Dadurch wurde nicht wenige Kapitalvertreter nervös. So musste am 30.01.1933 Hindenburg Hitler zum Reichskanzler ernennen. Davor hatte die KPD immer gewarnt: "Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler. Und wer Hitler wählt, wählt den Krieg!" Die Vorbereitungen der KPD auf den illegalen Kampf liefen auch Hochtouren. Am 02.02.1933 erfolgte ein Demonstrationsverbot gegen die KPD, das Karl Liebknecht Haus, die Parteizentrale der KPD, in Berlin wurde besetzt und am 23.02.1933 endgültig geschlossen. Am 12.04.1933 wurden die folgenden Genossen der KPD im Landkreis in "Schutzhaft" genommen:

1. der Tischler Walter Strube aus Wallensen

2. der Arbeiter Hermann Welsch aus Wallensen

3. der Arbeiter Wilhelm Lehnst aus Wallensen

4. der Melker Johann Buchmann aus Wallensen

5. der Melker Erich Tietzel aus Bodenwerder

6. der Arbeiter Willi Tietzel aus Bodenwerder

7. der Arbeiter Friedrich Ritterbusch aus Aerzen

8. der Arbeiter Wilhelm Pape aus Aerzen

9. der Tischler Georg Rien aus Salzhemmendorf

10. der Arbeiter Ernst Scholz aus Osterwald

11. der Arbeiter August Heise aus Osterwald

12. der Arbeiter August Döhring aus Osterwald

13. der Arbeiter Hermann Meyer aus Polle

14. der Arbeiter Karl Ladtkow aus Oldendorf

15. der Arbeiter Wilhelm Ladtkow aus Oldendorf

16. der Arbeiter Hermann Ladtkow aus Oldendorf

17. Arthur Hoppe aus Oldendorf

18. der Former Heinrich Dreyer aus Groß Berkel

19. der Tischler Otto Tölle aus Aerzen

20. der Arbeiter Heinrich Reese aus Aerzen

21. der Former Hermann Sievers aus Aerzen

22. der Dreher Ernst Weber aus Aerzen

23. der Arbeiter Hans Behrens aus Aerzen

24. der Schiffer August Beisse aus Kirchohsen

25. der Schiffer Ernst Kemna aus Polle

26. der Konfektionär Heinrich Klages aus Bodenwerder

27. Wilhelm Warnecke aus Bodenwerder

28. Friedrich Warnecke aus Bodenwerder

29. der Arbeiter August Buckendahl aus Salzhemmendorf

30. der Arbeiter Wilhelm Buckendahl aus Salzhemmendorf

31. der Schlachter- und Bierverleger Karl Buckendahl aus Salzhemmendorf

32. der Arbeiter Max Penderock aus Klein Berkel

33. der Arbeiter Ernst Munzel aus Salzhemmendorf

34. der Arbeiter Karl Eckhartz aus Klein Berkel

35. der Gespannführer Heinrich Weissenborn aus Hagenohsen

 

Trotz der ständig weitergehenden Verhaftungen und Deportationen in verschiedene Konzentrationslager ist der Widerstand in Hameln nie eingeschlafen.

4. Mit der Befreiung von Faschismus und Krieg konnte sich auch in Hameln die KPD wieder gründen.

Die Zeiten des illegalen Kampfes waren erst einmal vorbei. Tausende und aber Tausende von Kommunisten waren von den Faschisten ermordet worden. Wenige GenossInnen kehrten aus dem Untergrund, den Konzentrationslagern, Straflagern und Gefängnissen zurück.

Die Neugründung

In der sowjetisch befreiten Zone konnte die KPD sich bereits am 12.06.1945 konstituieren. In den Westzonen wurden erst am 20.12.1946 die ersten Kreisorganisationen der KPD zugelassen.

Der Kampf um die Entnazifizierung

In Hameln wurde Entnazifizierungsausschüsse gegründet. Die KPD in Hameln wurde u.a. von Genossen Albert Sohr vertreten.

 

Der Kampf gegen die Remilitarisierung

Damit Deutschland wieder Kriege führen kann, bedarf es natürlich auch einer Armee. Der Kampf für den Frieden und gegen den Krieg war immer das zentralste Anliegen der KPD gewesen. Daher kämpfte auch die Hamelner KPD gegen die drohende Remilitarisierung.

 

Das Verbot der KPD

Deutschland sollte remilitarisiert werden. Um den Widerstand zu brechen, musste die Hauptkraft des Widerstands, die KPD, zerschlagen werden. Dazu wurde die KPD 1956 verboten. Wieder mussten unsere GenossInnen in den Untergrund.

Der illegale Kampf

Auch Carl Hölscher und Albert Sohr gingen in den illegalen Kampf.


DKP_Hameln@gmx.net
09.05.2005
"Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt darauf an sie zu verändern." Karl Marx