Kommunisten im Zuchthaus Hameln

Band 1
Ausgabe 1
08.05.1945


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Geschichte der KPD in Hameln

Carl Hölscher
Otto TölleAlbert SohrKommunisten im Zuchthaus Hameln

Der RFB

Geschichte der DKP Gruppe Hameln

Aktuelles
Neue Hamelner Volksstimme

Die Hamelner Arbeiterbewegung war von Beginn der Industrialisierung an mit dem örtlichen Strafvollzug konfrontiert. Durch Gebet und Arbeit sollten die in die Stadt strömenden Arbeitskräfte, die sich nicht an Vorschriften und Gesetze hielten, in die herrschende Ordnung eingepaßt werden.

Der Eingang zum Zuchthaus heute. Im Gebäude des ehem. Zuchthauses ist heute ein Hotel.
Schon im 19. Jahrhundert, aber auch während der Weimarer Republik hatten politisch aktive Arbeiter immer wieder Bekanntschaft mit dem Hamelner Gefängniswesen machen müssen.
Im März 1932 berichtete ein kommunister Arbeiter auf einer Veranstaltung der Roten Hilfe Deutschlands, der Gefangenenhilfsorganisation der KPD, in Springe über die Zustände im Hamelner Stockhof. Er sei in eine nasse, schwammige Kellerzelle gesperrt worden und nur wer sich den Anstaltsgeistlichen anpasse, könne mit besseren Haftbedingungen rechnen. Am 24.12.1932, berichtete die DWZ über die Amnestierung von 65 Gefangenen, von denen 60 aus politischen Gründen inhaftiert gewesen waren. Die Verhaftungswelle nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler stellte jedoch alles in den Schatten, was die Mitglieder der Arbeiterorganisationen bereits aus der Weimarer Republik gewohnt waren. Massenverhaftungen von Kommunisten und Sozialdemokraten stellten die Vollstreckungsbehörden vor große Probleme. Gerichtsgefängnis und Strafanstalt waren schnell überfüllt. Viele wurden bald wieder entlassen, sie sollten nur eingeschüchtert werden. Andere schickte man in die Konzentrationslager, wieder andere saßen ihre Strafen in Hameln und anderen Gefängnisorten ab. Hunderte von politischen Gefangenen, Sozialdemokraten und Kommunisten aus allen Regionen, viele aus Hannover und dem Ruhrgebiet waren im Hamelner Strafgefängnis inhaftiert, das ab Oktober 1935 zum Zuchthaus wurde, wobei die Gitter verstärkt und die Mauern erhöht wurden.
Im September 1936 meldete der Generalstaatsanwalt Celle beispielsweise die Zahl von 400 politischen Gefangenen für das Hamelner Zuchthaus an den Reichsinnenminister, von denen 110 in Einzelhaft saßen. Bis Kriegsende sollte die Zahl der Inhaftierten noch ansteigen. Über die Zustände im örtlichen Gefängnis bzw. Zuchthaus können wir uns heute dank ausführlicher Berichte von Emil Carlebach und Rudi Goguel, dem Komponisten des antifaschistischen Liedes "Die Moorsoldaten" ein recht genaues Bild machen. Emil Carlebach war 1934 wegen antifaschistischer Arbeit für die KPD in Frankfurt zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt worden. Aus den drei Jahren sollten jedoch 11 Jahre werden. Carlebach kam nach der Verbüßung der Strafe zunächst ins Konzentrationslager Dachau und dann nach Buchenwald, wo die Häftlinge sich 1945 selbst befreiten. Vom Mai 1934 bis Anfang 1935 verbrachte er im Hamelner Strafgefängnis. Rudi Goguel war ebenfalls im kommunistischen Widerstand tätig, allerdings in Düsseldorf und 1935 zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Er war in den Zuchthäusern Lüttringhausen und Hameln sowie in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Neuengamme inhaftiert. Die längste Zeit seiner Haft verbrachte er 1937 bis 1944 im Zuchthaus Hameln.
Goguel berichtet: "Der Stockhof ist ein winkliger weitverzweigter Bau. Er gliedert sich in zwei Teile. Der eine, das sind große Schlaf- und Arbeitssäle, Werkstätten und Betriebe, mit langen Fluchten, winzig kleinen Schlafkojen. Der andere, das ist der Zellenflügel. Ein Extrabau mit 90 Einzelzellen in drei Stockwerken." Emil Carlebach und Rudi Goguel kamen als Wiederholungstäter in Einzelhaft. Carlebach: "An der Tür meiner Zelle hing ein vorgedrucktes kleines Plakat mit salbungsvollen Worten, daß ich durch eigene Schuld hier eingeliefert worden sei und durch Besserungen meine Freiheit vorzubereiten hätte. Jedes Wort dieses Sermons stand in schreiendem Widerspruch zu dem tatsächlichen Leben im Gefängnis. Kadavergehorsam, Kriecherei, Heuchelei - das war es, was die Wachtmeister erwarteten, verlangten und gegebenenfalls zu erzwingen versuchten. Welche Straftat ein Häftling begangen hatte, war völlig uninteressant. Wichtiger war, daß er sich bedingungslos gehorsam jeder Anweisung unterwarf, daß er Waschschüssel und Klosettdeckel ebenso wie den Fußboden blitzblank putzte. Das war entscheidend." Die Ernährung so Carlebach weiter, sei unzureichend gewesen. "Ich hungerte so sehr, daß ich zeitweise frühmorgens, bevor das Stück Brot kam, mich am Tisch festhalten mußte, um aufrecht stehen zu können. Zu alledem die strenge Isolierung."
Auch unter diesen Bedingungen versuchten die Häftlinge Widerstand zu organisieren: Man tauschte Informationen und Nachrichten von draußen aus, ließ geschwächten Häftlingen zusätzliches Essen zukommen und bereitete Fluchtpläne vor. Als Rudi Goguel im Mai 1937 in Hameln eingeliefert wurde, stellte er fest, daß die Mehrzahl der Gefangenen zu dieser Zeit Sozialdemokraten waren, darunter viele Mitglieder der Sozialistischen Front aus Hannover. Bisher war er es gewohnt gewesen, vor allem inhaftierte Kommunisten zu treffen. Mit Schrecken erinnert sich Goguel an eine Gruppe eingelieferter Juden: "Hautüberzogene Skelette und Jammergestalten, die mich und jeden Eingeborenen um Brot und Essen anbettelten. - Aus Celle war ein Transport mit zirka 50 Juden eingetroffen. Wohlgemerkt nicht aus dem KZ, sondern aus dem preußischen Zuchthaus Celle. Viele mit schlecht vernarbten Striemen auf Arsch und Rücken, der älteste fast 70 Jahre, der jüngste 19 Jahre alt." Politische Häftlinge setzten sich für einen Essenszuschlag für diese Gefangenen ein und wurden dabei von einigen Aufsichtsbeamten unterstützt. Die Essenszulage wurde schließlich bewilligt.
Die Kriegsereignisse veränderten auch das Leben im Zuchthaus, das Personal wechselte häufiger und die Zusammensetzung der Gefangenen veränderte sich. Kurz vor Kriegsende mußten im Hamelner Zuchthaus auch immer wieder Transporte aus evakuierten Gefängnissen und Gefangenenlagern aufgenommen werden. Jetzt fehlte es an allem, die hygienischen Verhältnisse waren katastrophal. Manche Gefangene waren diesen Lebensumständen nicht gewachsen und starben noch kurz vor dem Ende des "tausendjährigen Reiches" der Nazis. Beinahe wäre es in Hameln - wie in anderen Orten auch - zu einer größeren Katastrophe gekommen. Der kommissarische Kreisleiter von Hameln gab vermutlich auf Anweisung des Gauleiters für Südhannover-Braunschweig, Lauterbacher, Anweisung die über 1000 Hamelner Häftlinge umzubringen, falls sie nicht mehr rechtzeitig vor dem Eintreffen der alliierten Truppen abtransportiert werden könnten. Politische Gegner sollten vernichtet werden, die Naziführung wollte revolutionäre Verhältnisse wie 1918 mit allem Mitteln verhindern. Zwar wurden die Gefangenen noch evakuiert, der Mordbefehl jedoch nicht mehr ausgeführt. Systematisch hatten die Nazis Ängste vor "den Zuchthäuslern" geschürt, Ängste, die noch nach dem Kriege lebendig waren. 1950 schrieb die Neue Presse: "Das Zuchthaus wird evakuiert. Eine Kolonne von mehreren tausend Zuchthäuslern zieht durch die Kaiserstraße zum Bahnhof. Sie nehmen eine drohende Haltung ein und werden mit Mühe und Not mit Maschinenpistolen zusammengehalten." Mitleid mit den Gefangenen, die zu diesem Zeitpunkt damit rechnen mußten, alle umgebracht zu werden, scheint auch im Nachkriegsdeutschland weitgehend unbekannt gewesen zu sein.

Das ehemalige Zuchthaus am Münsterwall
aus dem Wegweiser für eine Stadtbegehung zu Stätten faschistischen Terrors in Hameln

Durchgangsstation für das Konzentrationslager Moringen.
Im Frühjahr 1933 wurden Antifaschisten aus Hameln und Umgebung in "Schutzhaft" genommen. Sie kamen zunächst in das Zuchthaus am Münsterwall 2, dann in das Konzentrationslager der Provinz Hannover, nach Moringen ( Kr. Northeim ). Nach einer Anweisung des Regierungspräsidenten in Hannover vom 13. Mai 1933 sind 103 " Schutzhäftlinge" , unter ihnen 41 aus dem Bereich Hameln, " umgehend in das KZ Moringen, Werkhaus, zu überführen."
Die meisten Sozialdemokraten von ihnen waren wegen illegaler Tätigkeiten in Hannover und Umgebung zu Zuchthausstrafen zwischen zwei und zehn Jahren verurteilt worden, unter ihnen Karl Adolphs, Fritz Nause, Walter Spengemann aus Hannover und Gustav Hope aus Hildesheim. Die politischen Häftlinge waren überwiegend in Isolierhaft in den 90 Einzellen des dreistöckigen " Zellenbaues". Ein anderer Teil des Zuchthauses bestand aus großen Schlaf und Arbeitssälen und verschiedenen Werkstätten.
Später wurden einige Strafgefangene aus dem EmslandLagern in das Zuchthaus Hameln eingeliefert, ein Transport jüdischer Häftlinge aus dem Zuchthaus Celle, Antifaschisten aus den von der Wehrmacht überfallenen Ländern, unter ihnen sogenannte "NNHäftlinge", und gegen Kriegsende Häftlinge aus verschiedenen Zuchthäusern und Lagern, die vor den allierten Truppen "evakuiert" wurden.
Rüstungsproduktion
Die Häftlinge des "Zellenbaues" klebten in ihren Zellen Tüten für die Papierverarbeitungswerke Ernst C. Behrens, Alfeld (Kr.Hildesheim),die auch über einen Lagerraum im Zuchthaus Hameln verfügten. Die Papierverarbeitungswerke Friedrich Serong, Höxter (NRW) , beschäftigten Häftlinge in einem großen Tütenklebesaal, der "Abteilung II". Andere Häftlinge arbeiteten in der Zuchthausschneiderei, im Holzhof und in der Pantoffelmacherei, der "Abteilung IV". In steigendem Maße wurden Häftlinge in der Landwirtschaft eingesetzt sie brachten pro Mann und Tag 3 Mark Gewinn für das Zuchthaus und in Kommandos von 15 - 2o Mann zu Erntearbeiten auf die Dörfer geschickt, unter anderem nach Tündern, außerhalb zum Gut Hastenbeck, zur Zuckerfabrik Oldendorf(Gde. Salzhemmendorf) , zum Steinbruch oder auch zu
Gleisbauarbeiten. Während des Krieges wurden Häftlingskommandos in der Rüstungsproduktion eingesetzt, bei der Eisengießerei Concordia, bei der Waggonfabrik Kaminsky und bei der Firma Mertens, die zunächst Teppiche, später dann Flugzeugteile herstellte. Schließlich wurde im Zuchthaus selbst eine Geschoßkorbflechter eingerichtet, der "Betrieb V"

Durchbrechen der Isolation
Für die Häftlinge in den Einzelzellen war es lebensnotwendig, die Isolation zu durchbrechen. Karl Adolphs, Fritz Nause, Walter Spengemann, Gustav Hoppe, Rudi Goguel und andere traten mittels in Tüten versteckten Kassibern in Gedankenaustausch. " Und so debattierten wir Woche, Monat um Monat. Die Probleme der politischen Ökonomie, moderner Währungsfragen, die Probleme von Strategie und Taktik werden bewältigt. Der Stockhof in Hameln kann mit einer gewissen Berechtigung den Ruf für sich in Anspruch nehmen, die erste marxistische Fakultät des Dritten Reiches beherbergt zu haben. Ein wichtiger Schritt gegen die Isolation war erreicht, als Walter Spengemann die Verwaltung der Zuchthausbibliothek übernehmen konnte. " Für den politischen Gefangenen ist die Bücherei wichtiger als Essen und Trinken..
Walter meistert seine Aufgaben geradezu genial."Bald haben wir einen Überblick über den Bestand. Interessante politische Werke machen die Runde."
Später konnten die Häftlinge der außerhalb des Zuchthauses eingesetzten Arbeitskommandos Informationen über die aktuelle politische und militärische Lage gewinnen.
Als während des Krieges das Arbeitspensum ständig erhöht wurde und nur bei " voller Leistung" die Essensration nicht gekürzt wurde, bot die Solidarität der Häftlinge untereinander einen gewissen Schutz gegen Unterernährung und totale Erschöpfung.

Jüdische Häftlinge
Rudi Goguel erinnert sich, daß aus dem Zuchthaus Celle ein Transport von etwa 50 jüdischen Häftlingen im Zuchthaus Hameln eintraf," hautüberzogene Skelette und Jammergestalten, die mich und jeden Eingeborenen um Brot und Essen anbetteln... Viele mit schlecht vernarbten Striemen auf Arsch und Rücken, der älteste fast 70 Jahre, der jüngste 19 Jahre alt. Der Transport kommt geschlossen auf meinen Saal. Sie erhalten den Davidstern auf ihre Uniform und ein kleines Getto in der Abteilung eingerichtet Tische, an denen sie abgesondert sitzen und arbeiten "Durch die Solidarität der Häftlinge und auch die humanitäre Haltung einiger Beamter gelang es, ihnen zusätzliche Lebensmittel zu verschaffen.

Ausländische Häflinge
Als erste Ausländer kamen etwa 60 Tschechen im Zuchthaus Hameln an. "Sie waren Mitglieder verschiedener Widerstandsgruppen in Prag, Brünn und anderen Orten. Sie gehören politisch allen möglichen Richtungen an vom Kommunisten links außen bis zu den Sokols und militärischen Kreisen rechts. Später werden auch sogenannte"NN Häftlinge" aus Belgien und Frankreich nach Hameln gebracht, der jüngste 16 Jahre alt, der älteste 70."Die Häftlingsbedingungen dieser isolierten Gefangenen sind erbärmlich.Sie dürfen nicht schreiben oder Post empfangen. Jede Vergünstigung ist ihnen untersagt. Der Barbier muß sie alle 14 Tage mit der Haarschneidemaschine rasieren, angeblich wegen Seifenmangels.
Kurzum, alle Schikanen werden auf NN losgelassen. Walter ist ihr Vorarbeiter. Bald hat er persönliche Verbindungen angeknüpft mit einigen NNFührern. Wir starten eine Kampagne für eine menschenwürdige Behandlung dieser politischen Gefangenen.

Die letzten Monate
Rudi Goguel wurde im September 1944 in das Konzentrationslager Sachsenhausen verlegt. Über die letzten Wochen seines Aufenthaltes im Zuchthaus Hameln schrieb er :"Das Chaos bricht über uns herein. Mit dem Vorrücken der Allierten in Ost und West schmilzt der deutsche "Lebensraum" von Woche zu Woche zusammen. Gefängnisse und Lager werden evakuiert und ins Landesinnere verbracht. Hameln ist eine Art Umschlaghafen. Transporte aus dem Rheinland rollen an.
Sie bringen eine Flut von Flöhen und Läusen mit, die sich in Windeseile über das ganze Haus ergießen. Platz ist nicht mehr da.
Es fehlt an allem. Von Ordnung und Menschlichkeit ist nun keine Rede mehr. Die Dinge wachsen uns über den Kopf: Die letzten Monate in Hameln werden schrecklich sein."
Es war geplant, in den letzten Tagen vor der Befreiung etwa 1000 Häftlinge zu vergiften oder zu erschießen. Bisher gibt es keine wissenschaftliche Arbeit über das Zuchthaus Hameln und kein Gedenkzeichen für die Häftlinge.

Photo:Albert Sohr ,
Kommunist und
Widerstandskämpfer
Verhaftet 1933

 

Politische Gefangene aus dem Kreis Hameln-Pyrmont
KPD - Mitglied Albert Sohr, wurde im März 1933 einige Wochen inhaftiert.
" Der Keller (Im Zuchthaus) war vollkommen voll. Die politischen Gefangenen waren alle im Keller untergebracht. Der Keller war so voll, daß sie die Zellen am Tage offen machten mußten, damit die sich überhaupt etwas bewegen konnten auf dem Flur... Es dürften so an die 100 bis 150 gewesen sein.... Unter den Bekannten, die damlas dort eingesessen waren, waren u.a. von der Glashütte Osterwald die Gebrüder Ladkow, 4 Brüder. Da waren 4 Brüder Kramer von Osterwald ....die gesamte Ortsgruppe der KPD (Glashütte Osterwald) war dort verhaftet worden. Aus Salzhemmendorf ein Genosse, den man beschuldigt hatte, in Wallensen einen Bauernhof angesteckt zu haben, der also schon vorher wegen Brandstiftung eingeliefert worden war und verurteilt wirden ist Georg Riem hieß er . Später stellte sich dann heraus, daß der Hofbesitzer in Wallensen selbst sein eigenes Grundstück angesteckt hatte, aber gesagt hatte, die Kommunisten sind`s gewesen.
Georg Riem mußte man aus dem Gefängnis entlassen was hat man dann gemacht? Man hat ihn ins Konzentrationslager gesteckt, aus dem er selbst erst 1941 oder 1942 herausgekommen ist und dann zum Strafbataillon 999 geschickt worden ist....
... Die gesamte Nazi- Belegschaft von Bergen-Belsen, darunter die Lagerführerin Grese, sind alle hier in Hameln, nachdem sie verurteilt worden sind, hingerichtet worden.... Die Gelegenheit des engen Zusammenseins im Keller ist dazu benutzt worden, um gemeinsam zu überlegen: was ist in der Vergangenheit falsch gemacht worden , was müssen wir in Zukunft tun, um so etwas zu verhindern? Und da kam uns schon der Gedanke, daß die Kommunisten und Sozialdemokraten beide einen falschen Weg gegangen sind, indem sie sich gegenseitig bekämpft haben und nicht den großen Gegner, den Nazismus, erkannt hatten. Und daß das in Zukunft nicht mehr sein dürfte."
1980 wurde das Zuchthaus bis auf wenige Bauteile aus dem frühen 19.Jahrhundert abgerissen; auf dem Gelände wird eine Mehrzweckhalle gebaut.
 

Kommunisten im Hamelner Zuchthaus:

Otto Beisswenger

Jakob Bulle

Emil Carlebach

Erwin Cohn

Karl Ebeling

Georg Fröba

Rudi Goguel

Johannes Hauptreif

Heinrich Heeb

Konrad Hellwig

Wilhelm Hens

Wilhelm Henze

Andre Hoevel

Bruno Kermer

Walter Krämer

Georg Kroll

Paul Lück

Heinrich Merle

Johann Neidhardt

Paul Pertgen

Justus Pfeffermann

Jakob Raabe

Johann Schellheimer

Wilhelm Waldeck

Karl Ziegner


DKP_Hameln@gmx.net
09.05.2005
"Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt darauf an sie zu verändern." Karl Marx